Immunität und Seele

Der Stellenwert seelischer Störungen wird bis heute dramatisch unterschätzt. So ist z.B. die Depression in den Industrieländern die Störung, die nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste und teuerste Erkrankung überhaupt darstellt. Gemessen an der beeinträchtigten Lebenszeit liegt die Depression sogar auf Platz eins: sie raubt ihren Opfern am meisten unbeschwerte Jahre – mit schweren Folgen für die Lebensqualität und die körperliche, geistige und soziale Leistungsfähigkeit, die von Depressionen noch stärker beeinflusst werden als von „Volkskrankheiten“ wie Bluthochdruck oder Zuckerkrankheit. Bedeutsamer für die Betroffenen und ihre Familien und Freunde ist allerdings das Leiden, dass das vieler körperlicher Erkrankungen an Intensität und Dauer weit übertrifft.

Seelische Störungen liegen in ineinander greifenden psychologischen, sozialen und biologischen Faktoren begründet, Stress spielt eine wichtige Rolle. Das Immunsystem bildet dabei die Schnittstelle zwischen Individuum und Umwelt – es stellt den 6. Sinn dar, denn es erkennt Umwelteinflüsse, die kein anderes Sinnesorgan bemerkt, es lernt und entwickelt Toleranz gegen Umweltfaktoren, es überwacht und entscheidet, ob und wie lange Umwelteinflüsse körperliche und seelische Funktionen beeinträchtigen, es macht krank - oder „immun“. Die Immunologie – die Wissenschaft vom Immunsystem – hat in den letzten Jahren rasante Fortschritte gemacht, immunologische Therapieverfahren werden heute auf vielen Gebieten, unter anderem im Kampf gegen Krebs, eingesetzt.

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